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Malteser Mannheim

Malteser Migranten Medizin Mannheim: Kompetente Hilfe für Menschen ohne Versicherung

Freiburger Diözesanleitung feiert gemeinsam mit Maltesern und vielen Gästen aus Politik, Kirche und Medizin. Präsident des deutschen Caritas-Verbandes lobt "unmittelbaren Dienst am Menschen".

18.09.2014
MANNHEIM. Seit 2001 finden Menschen ohne Krankenversicherung und ohne gültigen Aufenthaltsstatus Hilfe bei der Malteser Migranten Medizin (MMM). In Berlin gründeten die Malteser im Jahr 2001 die erste Praxis. Mittlerweile gibt es bundesweit in 13 Städten Einrichtungen. Hier finden kranke und hilfsbedürftige Menschen Ärzte, die die Erstuntersuchung und Notfallversorgung bei plötzlicher Erkrankung, starken Schmerzen, Verletzung oder einer Schwangerschaft vornehmen - unter Wahrung der Anonymität. In Mannheim eröffnete am 4. Juni 2014 die jüngste der Malteser Migranten Medizin-Einrichtungen nach einer zweijährigen, intensiven  Planungs- und Vorbereitungszeit. Im Rahmen einer Feier wurde sie nun der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Einrichtung befindet sich in den Räumen der katholischen Herz Jesu-Gemeinde in der Zehntstraße 32 in Mannheim und hat jeden Donnerstag von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Und bereits nach den ersten hundert Tagen zeigen die Patientenzahlen deutlich, dass in Mannheim Bedarf an einer Einrichtung wie der MMM bestand und weiterhin besteht.  „Wir behandeln pro Öffnungstag zwischen sechs und zehn Patientinnen und Patienten“, berichtet Frau Dr. Holle Engler-Thümmel, die ebenso wie der Mannheimer Arzt Dr. Ewald Jammers ehrenamtlich und maßgeblich am Aufbau der Malteser Einrichtung beteiligt war. Sie haben nun gemeinsam die medizinische Leitung der MMM übernommen. „Es haben sich keine Schlangen von Menschen vor unserer Eingangstür eingefunden. Aber der Bedarf für die MMM ist klar gegeben“, sagte Engler-Thümmel, die in ihrer Tätigkeit als Leiterin des Fachbereichs Gesundheit der Stadt Mannheim im Jahr 2012 eine Expertenbefragung durchgeführt hatte. Dabei kommen die Patienten aus allen Teilen der Welt, besonders aber, wie erwartet, aus den osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten. Aber auch deutsche Staatsbürger suchen Hilfe bei den Ärzten der MMM. Bisher engagieren sich 14 Personen ehrenamtlich für die Einrichtung, darunter sechs Ärzte und fünf Krankenschwestern. „Der Schwerpunkt bei den Konsultationen liegt derzeit auf inneren Erkrankungen sowie gynäkologischen Behandlungen“, erläuterte Dr. Ewald Jammers. Besonders erfreulich ist für das ganze MMM-Team, dass bereits ein Baby, dessen Mutter während der Schwangerschaft durch die MMM Mannheim betreut wurde, gesund zur Welt kam. Der katholische Stadtdekan Karl Jung, Schirmherr der MMM Mannheim, dankte im Rahmen der Feierlichkeiten allen, „die sich für die Malteser Migranten Medizin in den vergangenen Monaten stark gemacht haben, auch gegen alle Widerstände“. Er verwies dabei besonders auf die katholischen Pfarreien der Neckarstadt, die sich für das Angebot nicht nur von Anfang an einsetzten, sondern auch durch viel persönliches Engagement der Gemeindemitglieder unterstützen, etwa mit Spendenaktionen. Jung hofft, „dass dieses Beispiel Schule macht und sich viele weitere Ehren-amtliche finden, die die Arbeit der MMM in Herz Jesu in der Neckarstadt-West mittragen und ihren Mitbürgern helfend zur Seite stehen.“ Als „wichtigen Kooperationspartner“ bezeichnete Prälat Dr. Peter Neher, Präsident des deutschen Caritas-Verbandes, die Malteser in seiner Ansprache am Mittwoch. Die MMM und ihre vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stünden für einen unbedingten Einsatz für Menschen, die am Rand der Gesellschaft ständen und für die sich auch die Caritas Mannheim einsetze, so Neher. Er segnete im Beisein der Gäste die Behandlungs- und Wartezimmer, damit auch in Zukunft versicherungs-lose Bürgerinnen und Bürger Mannheims in den Räumen der MMM schnelle und wohltuende Hilfe finden. Denn die Stadt Mannheim wird angesichts der prognostizierten Zuwanderung aus den osteuropäischen Staaten und der Ankunft von Flüchtlingen auch in den nächsten Jahren vor besondere Herausforderungen gestellt werden. Dr. Ulrike Freundlieb, Bürgermeisterin für Bildung, Kinder, Jugend und Gesundheit in Mannheim, dankte deshalb sehr herzlich für die große Leistung der MMM-Mitarbeitenden. Um eine medizinische Versorgung versicherungsloser Menschen in Mannheim auch längerfristig zu gewährleisten, ist jedoch die Unterstützung der Einrichtung in der Mannheimer Neckarstadt von großer Bedeutung. Die MMM finanziert sich alleine durch Spenden. „Es sind keine Steuergelder involviert“, betonte Frau Dr. Engler-Thümmel. Sie dankte deshalb für die großzügige Unterstützung der Glücksspirale, der Gemeinschaftsstiftung der Erzdiözese Freiburg und des Erzbischöflichen Ordinariats in Freiburg und der Mannheimer Unternehmen Roche Diagnostics GmbH und Dammeyer+Selzer ohne die der Start der Einrichtung nicht möglich gewesen wäre, sowie allen Malteser Fördermitgliedern und besonders der katholischen Herz Jesu-Gemeinde. Die Malteser Diözesanleiterin Elisabeth Freifrau Spies von Büllesheim betonte, dass auch die Mannheimer Krankenhäuser, die kooperationswillig seien, sowie die niedergelassenen Fachärzte, zu welchen Patienten überwiesen werden dürfen, und insbesondere das große ehrenamtliche Engagement des Vorbereitungsteams und aller Mitarbeiter sehr wichtige Teile des Projekts seien, ohne die die MMM nicht ins Leben gerufen worden wäre.
Kontakt: Malteser Migranten Medizin Mannheim
Zehntstraße 32
68169 Mannheim
Telefon: 0621 / 32 49 14 – 89
Telefax: 0621 / 32 49 14 – 95
E-Mail: mmm.mannheim(at)malteser(dot)org
Web: www.malteser-migranten-medizin.de, www.malteser-mannheim.de Spenden: Malteser Hilfsdienst e.V.
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